Samstag, 30. Juni 2012

Polkadots und taubenblau || Polka dots and pigeon blue

Polkadots mochte ich schon immer gerne. Insofern war, als meine Schwiegermutter meinte, ich sollte mir etwas zu anziehen, das sie mir schenken wollte, aussuchen; ich durch die Reihen mit Kleiderstangen lief und mich dann dieser hübsche schwarze Maxirock mit weißen Polkadots, anlächelte, die Entscheidung schnell getroffen. Der sollte es sein!
  

Teuer war das gute Stück nicht, auf jeden Fall weniger als 20 USD, ich glaube, sogar weniger als 10 USD hat er gekostet.

Mit was ich ihn kombinieren sollte, war mir, als er dann erst mal bei mir im Schrank hing, plötzlich nicht mehr so richtig klar. Komisch eigentlich, ist ein schwarzweißer Rock doch so neutral, dass eigentlich alles dazu passen sollte, oder? Aber irgendwie passte nichts; ich weiß nicht, vielleicht habe mich auch nur ein bisschen sehr doof angestellt.

Gestern habe ich es dann noch einmal probiert, und weil nichts anderes in Griffnähe war, probierte ich es diesmal mit einem taubenblauen Hemd, das ich im April für 1 GBP bei Primark gekauft hatte. Für das Tuch habe ich auf dem Markt auf Whitechapel Road 3 GBP bezahlt, für die Blume 3 GBP bei H&M.


Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass die Farben zusammen nach etwas aussehen, aber letztendlich hat mir die Kombi richtig gut gefallen.


Dazu ein Paar meiner Lieblingsschuhe, die in der Zwischenzeit zwar schon etwas mitgenommen sind, von denen ich mich aber einfach nicht trennen kann.


Und, natürlich, die Lieblingstasche:

I love polka dots, so when my mother-in-law asked me to chose something that she could buy for me and I saw this black maxi skirt with white polkda dots, it did not take me long to make my mind up. However, once I had the skirt in my wardrobe, for some reason, I was not so sure any more what to combine it with (weird, isn't it, after all you'd think that black and white would go with pretty much everything). So yesterday I tried it again. The first thing I grabbed was this pigeon blue shirt that I bought for 1 GBP from Primark and surprisingly, the colours went together really well.

Dienstag, 26. Juni 2012

Kind mit Kopftuch || Kids in Hijab

Ich habe noch nie so viele kleine Mädchen (und ich rede von 2-, 3-, 4-, 5-, 6-Jährigen...) mit Kopftuch gesehen wie hier in London. Wie man auf die Idee kommt, einem so jungen Kind ein Kopftuch aufzuziehen, ist mir ein Rätsel. In der Moschee oder auf dem Weg in den Qur'an-Unterricht - gut, meinetwegen. Aber was um Himmels Willen denkt ihr euch dabei, eine Sechsjährige mit Kopftuch (und am besten noch Mini-Abaya) auf den Spielplatz zu schicken oder zum Einkaufen mitzunehmen?

Hijab ist für Frauen gedacht, nicht für Kinder

Hijab ist dazu da, die Reize einer Frau zu bedecken. Was um Himmels Willen gibt es bei einer Vierjährigen zu bedecken? Mit Kopftuch und Abaya auf dem Spielplatz zu toben ist heiß, unbequem, gefährlich - und VOLLKOMMEN UNNÖTIG, weil Hijab für Frauen nach der Pubertät gedacht ist, für Frauen, die sich selbst dafür entschieden haben, aus Respekt vor einem Gebot, von dem sie glauben, dass es göttlichen Ursprungs ist, sich auf diese Art und Weise zu kleiden.

Der "Gewöhnungseffekt"...

Worum also geht es euch? Ist für euch jedes kleine Mädchen in erster Linie nicht Kind sondern Frau? Oder habt ihr eher den "Gewöhnungseffekt" im Kopf: "wenn sie von klein auf gewöhnt ist, Hijab zu tragen, wird sie es später auch tun, weil sie es einfach nicht anders gewöhnt ist"? Beide Vorstellungen sind Quatsch: ein Mädchen ist keine Frau, genauso wie ein kleiner Junge kein Mann ist. Und die Sache mit der Gewöhnung kann genauso gut nach hinten losgehen.

...kann genauso gut nach hinten losgehen

Ich kann ja verstehen, wenn ihr euch wünscht, dass eure Tochter eines Tages Hijab trägt. Aber was, wenn das Kind, sobald es alt genug ist, überhaupt keine Lust auf in irgendeiner Weise einschränkende Kleidung hat, weil es davon in seiner frühen Kindheit schon eine overdose bekommen hat und meint, jetzt nachholen zu müssen? Man hat nicht in der Hand, wie seine Kinder werden. Man kann eine Grundlage legen, durch Bildung und Erziehung, durch Vorbildsein - aber was am Ende bei rauskommt, das haben wir nicht in der Hand. Und wenn ihr die kleine Maryam in eine Burqa packt - das garantiert euch noch lange nicht, dass sie in 10 Jahren "maschaallah Hafez" und Vorbeterin in der lokalen Moschee ist (ups, dürfen Frauen ja gar nicht).

Fokus auf Äußerlichkeiten statt auf Bildung und Wissen

Aber vielleicht spiegelt das "Kind mit Kopftuch"-Phänomen auch nur eines der grundlegenden Probleme unserer Zeit wider: dass wir nämlich weitaus mehr Wert auf Äußerlichkeiten, auf den Schein legen, als auf Wissen, Bildung und entsprechendes Verhalten. Kleine Mädchen mit Kopftuch gibt es hier viele. Aber auch jede Menge muslimischer Kinder, die arabische Phrasen auswendig lernen, ohne auch nur ein Wort zu verstehen; oder denen die immer wieder gleichen leeren Antworten auf Fragen, die sie stellen (könnten, hätte ihnen jemand beigebracht, ihren Verstand kritisch einzusetzen - ja, auch um religiöse Dogmen zu hinterfragen - kein Glaube ist stärker als ein kritischer, reflektierter!), gegeben werden.

Ein kleiner Fundamentalist

Ja, und vielleicht trägt Klein-Amal das Kopftuch ja freiwillig, nicht, weil Mama, Papa, Oma, Opa es ihm aufgedrängt, schön geredet, aufgeschwatzt haben, sondern einfach, weil sie "groß" sein will, "so wie Mama", erwachsen... So wie das P-linchen letztens, das mich beim Kopftuchanziehen beobachtet hatte und dann darauf bestand, auch eins anziehen zu dürfen. Als Mama dann, als es darum ging, das Haus zu verlassen, meinte: "Ok, und jetzt ziehen wir es wieder aus, ja?", sich standhaft weigerte und darauf beharrte, sein Kopftuch auch draußen anziehen zu dürfen. Tja, dann habt ihr halt einen kleinen Fundi zu Hause. Und das ist etwas anderes. Seinem Kind einen Iro zu rasieren, wenn es darum bittet und bettelt, ist in Ordnung. Es (mit was auch immer) dazu zu drängen, sich endlich eine abgefahrene Punkfrisur zu rasieren, nicht.

I have never seen as many little girls wearing a headscarf as here in London. I don't get why anybody would want to put a headscarf (and maybe even a mini-abaya) on a two-, three-, four-, five-, six-year old. Hijab is meant to cover a woman's beauty. A child wearing hijab just does not make any sense. Hijab should be worn by an adult woman who has decided to do so out of respect for this rule which she believes to be of divine origin. 

So why would you decide to cover up your little girls like this? Is it because for you, every little girl is a woman? That's nonsense, a girl is not a woman, just as a boy is not a man. Or do you want your little one "get used to it" assuming she will continue to wear it when she's older? This kind of reasoning could actually prove to be countereffective. What if the little girl once she's old enough to make her own choices is not interested in any kind of modest clothing any more because she's had an overdose of it as a child? Our children's future is not in our hands. We can try to lay a solid foundation by providing them with an education, with knowledge and by trying to be a good example. But simply putting a headscarf on little Maryam won't guarantee that ten years from now she'll be "mashaallah Hafez" or imam of the local mosque (oops, not possible for a woman anyway...).

But maybe the "little girl with headscarf" phenomenon is just a reflection of one of the major problems of our time: that we spend to much time and effort on outward appearances instead of knowledge, education and behaviour. There are a lot of little girls wearing hijab in this city. But there are also lots of little Muslims who are made memorise Arabic phrases without even understanding a single word of it. Little Muslims who are given the same standard answers to questions they (could) ask (if only somebody had taught them how to think critically and question common knowledge - and yes, that includes religious dogma - no faith is stronger than the faith of a critical, self-reflexive believer). 

But maybe your little girl wears her hijab out of her own choice. Like little P did the other day when she decided she did not only want to put a headscarf on while we were playing at home but insisted on wearing it when we had to go out, too. Well, in this case... it looks like you have a little extremists at home. And that's fine. It is absolutely no problem to help your kid shave her hair into some freaky kind of hair style when she has been begging you to give her a hand with it. But trying to manipulate her into doing it is not.
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Donnerstag, 21. Juni 2012

"Blaugrünes" Lieblingskleid || Favourite teal dress

Richtig gerne mag ich die Farbe teal. Ich wusste lange nicht, was die deutsche Entsprechung dieses englischen Worts ist. Blaugrün passte irgendwie nicht so richtig. Ansonsten bietet das Wörterbuch als Übersetzung aquamarin, petrol, seegrün und smaragdgrün an - bin mir zwar auch bei diesen Wörtern nicht so ganz sicher, ob sie den Farbton bezeichnen, an den ich denke, wenn ich teal höre - aber toll hört sich das an, aquamarin, seegrün, smaragdgrün... oder?

Es war die Farbe, die mich, als ich mal wieder in meinem Lieblings-Oxfam in London unterwegs war, gleich nach dem Kleid hat greifen lassen. Und dann hatte ich dieses wunderschöne Stück in den Händen. Lang und weit genug, um als hijabtauglich durchzugehen; ein richtig schöner dünner Stoff; und gut verarbeitet war es auch. Die einzigen Nachteile sind, dass es super schnell Flecken kriegt (sieht man auf einem der Bilder); man kann es quasi nur einen Tag tragen und muss es schon wieder waschen - und, dass die Ärmel durchsichtig sind, aber dass ist ok, kann man ja was drunter ziehen.

Das Kleid ist von La Redoute; gezahlt habe ich 7 GBP.

Mit dem Gürtel, der eigentlich zu einem anderen Kleid gehört, sieht das Ganze etwas interessanter aus, als wenn man es ohne trägt.


 Das gleiche gilt für die Blumen (die es zurzeit bei H&M gibt), ohne sie sähe das Outfit nur halb so gut aus. Die große Blume wird mit Clip und Pin verkauft; die kleinen nur mit Clip - weil das selten hält und ich sie weder verlieren noch ständig danach schauen wollte, ob sie noch dort hängen, hab ich sie mit Sicherheitsnadeln von innen festgepinnt.

Richtig schön finde ich auch die Bünde. Davon abgesehen, dass sie nett aussehen, haben sie auch noch den Vorteil, dass Kleider (oder Blusen) mit solchen Bünden dazu tendieren, weitere Ärmel zu haben als das bei den meisten "normal" geschnittenen Ärmeln ohne Bund der Fall ist.
Und noch ein Detail:


Another favourite colour of mine is teal. Bought this beautiful La Redoute dress for 7 GBP from my favourite Oxfam shop in London. I love that it is pretty long and loose (perfect for wearing it with hijab), however, it stains rather easily (you can see that on the first picture...) and the sleeves are see-through so you'll need to wear something underneath. Add the belt (that belongs to another dress) and the flower clips (which are currently being sold at H&M) and you have a nice looking outfit.
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Dienstag, 19. Juni 2012

Magenta

Ich liebe die Farbe Magenta. Es ist genauso weiblich wie Rosa, aber weniger kindisch, und genauso kraftvoll wie Pink, ohne in gleichem Maße nach Aufmerksamkeit zu schreien.

Magenta trage ich am liebsten zu Dunkelblau, Grau, Sandfarben, Weiß oder Schwarz. Ich habe es aber auch schon mit (Senf)Gelb, Orange und Dunkelbraun kombiniert, und auch zu einem kräftigen Hellgrün und einem klaren Eisblau sah es super aus.

Diese wunderschönen Schuhe habe ich während eines Amerikaaufenthalts von meiner Schwiegermutter geschenkt bekommen. Wir haben sie bei Payless Shoes (so eine Art amerikanischer Deichmann) gekauft, wo ich kein Paar Schuhe für über 20 USD gesehen habe. Ich war (und bin!) so begeistert von den neuen Schuhen, dass ich sie in den darauf folgenden Wochen kaum einen Tag nicht getragen habe.

In der Stadt:


 Im Park:


Auf dem Steg:


Am Strand:


Obwohl die Schuhe nicht super-casual sind, hat meine super-bequeme pink-orange-blau gestreifte Baumwolltunika, die ich letztes Jahr für 5 GBP (oder so) in einem Londoner charity shop erstanden habe, richtig gut dazu gepasst.

 

Dunkelblau und Magenta - definitiv eine meiner Lieblingsfarbkombinationen!


I love the colour magenta. It is as feminine as light pink but less girly, and as powerful as hot pink without shouting for attention as much as hot pink does. I love combining magenta with dark blue, grey, beige, white and black, but I've also worn it with mustard yellow, orange and brown; and it also looked good combined with a rather bright light green and a strong ice blue. These shoes were a gift from my mother-in-law. We bought them in the US from Payless Shoes (comparable to Deichmann in Europe) where I didn't see a single pair of shoes for over 20 USD. They went really well together with this tunic that I bought for less than 5 GBP in a charity shop in London and my beloved blue jeans.
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Montag, 18. Juni 2012

Schwarz - weiß - beige || Black - white - beige

Eine Farbkombi, mit der man kaum was falsch machen kann, ist schwarz - weiß - beige. Ich mag die Kombination total gerne, hatte lange aber kein passendes beiges Kleiderstück. Diese Strickjacke von Zara ist ein Kompromiss, weil ich die Farbe gerne mehr in Richtung kamelfarben hätte - so wie die Blume, die an der Jacke steckt. Das Kleid gab's für 2 EUR im H&M-Online-Sale - so macht Einkaufen Spaß!
 

(Das ist mein erster Versuch in Sachen Outfitpost, bitte nicht lachen...!)


Ich hab's eigentlich nicht so mit überflüssigen Accessoires, aber die Farbe dieser Blume (gibt's zurzeit bei H&M) hat es mir einfach angetan:


Dazu: schöne Lederschuhe (danke, Mama!):


Und die Lieblingstasche:


I love wearing the colours black, white and beige in one outfit. The cardigan in these pictures is a bit of a compromise - I would have preferred one in a darker, camel brownish colour (a bit like the flower in the first and third pic), but I still like it.

Sonntag, 17. Juni 2012

Kleiderfragen || Clothes issues

Letztens, in einer großen deutschen Stadt. Lieselotte sitzt in ihrem schicken neuen Minikleid (dem hellroten, mit den bunten Streifen) vor der Pizzeria, das Lieschen schläft neben ihr im Buggy. Eine Frau, so um die 50, mit langen schwarzen Haaren und grauen Augen läuft in Begleitung eines vielleicht zehn Jahre älteren Mannes, der seine langen hellgrauen Haare in einem Zopf zurückgebunden über einer schwarzen Lederjacke trägt, an ihr vorbei. Sie sieht Lieselotte etwas zu lange an, so lange, bis das Sehen zu einem Starren wird. Lieselotte guckt zurück.

Die Frau (zu dem Mann, aber laut genug, dass Lieselotte es hören kann): "Also, das die so mit ihrem Minikleid rumlaufen müssen...!"
- Kurze Pause, Lieselotte begreift, dass die Frau etwas zu laut gesprochen hat, als dass damit nur der Mann gemeint wäre -
Lieselotte: "Naja ... jedem das Seine, oder?!"
Die Frau (bleibt kurz stehen, sieht Lieselotte an): "Nein! Das macht ihr doch nur für die Männer!"
Lieselotte (während die Frau schon wieder weiter läuft): "Das wissen Sie doch gar nicht, ob ich das für die Männer trage..."
Die Frau: "Doch, das hat mir eine Türkin letztens gesagt!"
Lieselotte: "Ich bin aber keine Türkin..."
Aber da war sie schon weg, die Frau.

So. Und jetzt tauschen wir das Wort Minikleid gegen Kopftuch aus - und ihr wisst, was mir letztens abends passiert ist...

Zuerst erschienen auf Und das meint Lieselotte 

On a sunny spring day in a nice German city a middle-aged woman agressed me in the street because of the miniskirt I had chosen to wear. Without listening to what I might have to say, she vividly expressed her belief that the only reason I wore it was because of "the men". (Now replace the word miniskirt with headscarf and you'll know what happened to me the other day.)
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Samstag, 16. Juni 2012

Ich bin ein Flohmarktfan || I love flea markets

Im Sommer vor zwei Jahren war ich seit einer Ewigkeit zum ersten Mal wieder für mich auf einem Flohmarkt. Seitdem habe ich mir - außer im Schlussverkauf - keine neuen Kleider mehr gekauft.

Kindheitstrauma

Als Kind war ich oft auf dem Flohmarkt, mit meiner Mutter, und konnte nicht verstehen, wie sie sich gefühlte Stunden lang durch Berge an alten Klamotten wühlen konnte. Strunzlangweilig war das. Meine Schwester hatte dann irgendwann in ihren Teeniejahren auch noch mal eine Flohmarktphase, aber ich war - das kindheitliche Trauma musste erst einmal verarbeitet werden - dort Jahre nicht mehr.

Für nur ein paar Euro

Als dann das Lieschen geboren wurde, wurde ich auf die Baby- und Kinderflohmärkte in unserer Umgebung aufmerksam. Verrückt, dass man dort für nur ein paar Euro massenweise gut erhaltene, wunderschöne Kinderkleider bekommen konnte. Ich hab bis heute für das Lieschen nur Unterwäsche neu gekauft - und mal ein paar Strumpfhosen oder eine Mütze, wenn ich dringend was brauchte, aber kein Flohmarkt in Reichweite war. Alles andere war neu oder gebraucht geschenkt oder vom Flohmarkt.

Dreißig Euro - ein Jahr

Als das Lieschen ein Jahr alt war, hab ich auf dem Flohmarkt bei uns für dreißig Euro drei große Tüten voll mit Kleidern, Spielzeug und Büchern gekauft - und das ganze nächste Jahr über kein Geld mehr für Kinderkleider ausgegeben. Von wegen, Kinder kosten so viel...

Kein Geld mehr für neue Kleider

Und im Sommer vor einem Jahr war ich dann auch für mich wieder auf einem Flohmarkt. Habe drei schicke Businesshemden für die Arbeit für insgesamt zwei Euro gekauft, eine Tasche für zwei Euro und jede Menge Langarmhemden aus Baumwolle für nur einen Euro. So ein Hemd kostet bei H&M neu mindestens 8 EUR, oft sogar 10. Ich habe mir damals vorgenommen, kein Geld mehr für neue Kleider auszugeben. Unterwäsche, Socken und Schuhe ausgenommen habe ich mich bis jetzt daran gehalten, neu nur im Schlussverkauf gekauft, wenn ein neues Kleid statt 40 EUR plötzlich nur noch 10 kostet.

Neu nur im Schlussverkauf

Mir ist es in der Zwischenzeit ein paar Mal passiert, dass ich ein wunderschönes Kleid im Geschäft gesehen habe, dass ich oh so gerne haben wollte, es aber dann doch an der Stange haben hängen lassen, weil ich keine 30, 40, 50 EUR für ein Stück Stoff ausgeben wollte - und zwei, drei, vier Wochen komme ich durch Zufall wieder in den Laden und das gute Teil kostet nur noch 10 EUR oder vielleicht 15. Weshalb also sollte man den teureren Preis zahlen? Bei Kinderkleidern kommt der Vorteil, dass alle Chemikalien, die sich in unseren Textilien finden, in der Zwischenzeit garantiert rausgewaschen sind. Und auch aus ökologischer Sicht macht es Sinn, gebrauchte Kleider weiter zu tragen. Ich bin ein Flohmarktfan - geworden.

Zuerst erschienen auf Und das meint Lieselotte.  


I love flea markets. You get nice clothes at a fraction of the original price, save loads of money and help protect the environment. When my daughter was a year old, we went to the local flea market, spent around 30 EUR on three bags full of clothes, books and toys - and that was about it, as far as depenses on clothes for her during the following year were concerned. (Who said kids were expensive?!) Since then, I've tried to buy my clothes on flea markets, in charity shops or on sale - but definitely not at the regular price any more!